Abscheidung sphärische Nanomaterialien durch Filtration - DIN EN ISO 21083-1

Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), Duisburg

Ultrafeine Aerosolen und Nanopartikeln können ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen. DIN EN ISO 21083-1 beschreibt ein Prüfverfahren zur Messung der Effizienz von Luft-filtrationsmedien gegen sphärische Nanomaterialien im Partikelgrößenbereich von 20 bis 500 nm.

Der Begriff „Nanopartikel“ bezeichnet Partikel mit hoher Mobilität und einer Größe unter 100 nm. Diese Partikel können aufgrund ihrer hohen Mobilität und erhöhten Toxizität durch die große spezifische Oberfläche ein schwerwiegendes Gesundheitsrisiko darstellen. Aerosolverschmutzungen mit einer hohen Nanopartikelkonzentration können daher die schädliche Wirkung auf die menschliche Gesundheit und die Mortalitätsrate erhöhen.

 

Die Filtration von Nanopartikeln in der Luft gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sie in großen Mengen durch Materialsynthese und Verbrennungsluftemissionen produziert werden. Die Aerosolfiltration kann für verschiedene Anwendungen wie etwa Luftverschmutzungskontrolle, Emissionsreduzierung, Atemschutz für Menschen und die Verarbeitung von Gefahrstoffen eingesetzt werden.

 

Der im September 2017 erschienene Normentwurf DIN EN ISO 21083-1 „Prüfverfahren zur Messung der Effizienz von Luftfiltrationsmedien gegen sphärische Nanomaterialien - Teil 1: Partikelgrößenbereich von 20 bis 500 nm“ legt die Prüfinstrumente und Prüfverfahren zur Bestimmung des partikelgrößenspezifischen Filtrationsfraktionsabscheidegrads von planen Filtermedien gegen Nanopartikel im Größenbereich zwischen 20 und 500 nm in der Luft fest. Die Prüfverfahren in diesem Dokument sind auf die Anwendung kugelförmiger oder fast kugelförmiger Partikel beschränkt, um Unsicherheiten aufgrund der Partikelgröße zu vermeiden.

 

Die Schlußabstimmung wird Mitte 2019 stattfinden.
Für das Normenvorhaben ist der Spiegelausschuss NA 060-09-21 AA beim Normenausschuss Maschinenbau (NAM) in Frankfurt am Main zuständig.