Neue DIN EN ISO 16890 - Paradigmenwechsel durch Bestimmung der Filterleistung nach Feinstaubfraktionen

Veröffentlichung von Freudenberg Filtration KUNDENINFORMATION - FILTERLEISTUNG NACH FEINSTAUBFRAKTIONEN ISO 16890 ERSETZT EN 779

Im August 2017 erscheint DIN EN ISO 16890 in 4 Teilen als neuer Standard zu Luftfilter für die allgemeine Raumlufttechnik.

Im August 2017 erscheint die neue Prüfnorm DIN EN ISO 16890 (Luftfilter für die allgemeine Raumlufttechnik) zur Filterbewertung und -klassifizierung von Luftfiltern für die Raumlufttechnik. Sie untergliedert sich in die folgenden 4 Teile:

 

Teil 1: Technische Bestimmungen, Anforderungen und Effizienzklassifizierungssystem, basierend auf dem Feinstaubabscheidegrad

 

Teil 2: Ermittlung des Fraktionsabscheidegrades und des Durchflusswiderstandes

 

Teil 3: Ermittlung des gravimetrischen Wirkungsgrades sowie des Durchflusswiderstandes im Vergleich zu der aufgenommenen Masse von Prüfstaub

 

Teil 4: Konditionierungsverfahren für die Ermittlung des Fraktionsabscheidegradminimums

 

Mit der darin beschriebenen neuen Methode zur Bewertung von Luftfilterelementen wird ein Paradigmenwechsel vollzogen: Künftig werden die Filterabscheidegrade mit Blick auf die Feinstaubklassen PM1, PM2,5 und PM10 bestimmt, die auch von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) und von Umweltbehörden als Bewertungsgrößen herangezogen werden. Auf Basis dieser Vergleichswerte können Anwender ihre Filter künftig zielgerichteter anhand der eigenen Anforderungen auswählen.

Was wird aus der bekannten DIN EN 779? Der bisherigen Standard DIN EN 779:2012 (Partikel-Luftfilter für die allgemeine Raumlufttechnik - Bestimmung der Filterleistung) bleibt nach Festlegung von CEN/TC 195 „Air filters for general air cleaning“ bis zum Juni 2018 weiter gültig. Dies führt dazu, dass bis zu diesem Zeitpunkt DIN EN ISO 16890 und DIN EN 779 als gültige Normen parallel zur Verfügung stehen. Danach wird es ausschließlich die Normen der Reihe DIN EN ISO 16890 geben.

 

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